QR-Bestellsystem für Indoorspielplätze

Familien bleiben auf dem Indoorspielplatz zwei bis vier Stunden. In dieser Zeit entscheidet sich der Umsatz nicht an der ersten Bestellung, sondern an der dritten — und die bleibt aus, wenn ein Elternteil dafür das Kind aus den Augen lassen müsste. Ein QR-Punkt am Tisch löst genau das.

Kurz gefasst
  • Bestellen ohne die Aufsicht zu unterbrechen
  • Nachbestellungen über den ganzen Aufenthalt
  • Allergene und Kinderportionen sichtbar im Menü
  • Abholanzeige statt Warten am Tresen

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Der Kern

Die Aufsichtspflicht ist der Engpass, nicht die Wartezeit

In den meisten Betrieben ist Anstehen eine Frage der Bequemlichkeit. Auf dem Indoorspielplatz ist es eine Frage der Aufsicht. Ein dreijähriges Kind im Bällebad lässt man nicht allein, um Kaffee zu holen — also geht der zweite Elternteil, oder es wird gar nicht bestellt.

Kommt ein Elternteil allein mit zwei Kindern, fällt die Bestellung in der Regel ganz aus. Das ist kein Randfall: Vormittags ist es die häufigste Konstellation im Haus.

Deshalb wirkt ein QR-Punkt hier anders als in der Gastronomie. Er spart keine Minuten, sondern macht eine Bestellung überhaupt erst möglich, die sonst nicht stattgefunden hätte. Der Effekt zeigt sich nicht in kürzeren Schlangen, sondern in der Zahl der Bestellungen je Aufenthalt.

Über den Tag

Vier Phasen, vier verschiedene Engpässe

Der Betrieb wechselt im Lauf des Tages die Besuchergruppe. Was jeweils klemmt, ändert sich mit.

VormittagKrabbelgruppen und Eltern mit Kleinkindern

Wenig Betrieb, dafür lange Aufenthalte. Kaffee und Kuchen tragen den Umsatz, oft über zwei bis drei Stunden verteilt.

Hebel: Nachbestellungen. Wer für den zweiten Kaffee aufstehen müsste, bleibt beim ersten.

MittagFamilien, die den ganzen Tag bleiben

Warmes Essen für Kinder und Erwachsene, häufig gleichzeitig für mehrere Familien an zusammengeschobenen Tischen.

Hebel: Bestellungen laufen parallel ein statt nacheinander an der Theke.

NachmittagSchulkinder, Geburtstage, Spontanbesuche

Die dichteste Zeit. Getränke, Eis und Snacks in hoher Frequenz, dazu die Geburtstagsgruppen mit festen Zeiten.

Hebel: Die Theke wird frei für Kassieren und Ausgabe, statt Bestellungen aufzunehmen.

Später NachmittagAuslaufende Gruppen

Die Aufenthalte enden gestaffelt, an der Kasse staut es sich, während im Gastrobereich noch bestellt wird.

Hebel: Wer online bezahlt hat, geht ohne Kassenkontakt — die Schlange am Ausgang wird kürzer.

Die Karte

Was sich für Familienbetriebe zu hinterlegen lohnt

Drei Dinge, die an der Theke regelmäßig untergehen und im Menü sichtbar bleiben.

Kinderportionen sichtbar machen

Halbe Portionen und Kindergerichte gehen an der Theke oft im Gespräch unter. Im Menü stehen sie als eigene Artikel mit Preis — das hebt sie sichtbar aus der Karte heraus.

Allergene ohne Rückfrage

Bei Kindern wird häufiger nach Inhaltsstoffen gefragt als in jedem anderen Betrieb. Die Angaben stehen am Artikel, bevor bestellt wird, statt im lautesten Moment am Tresen erklärt zu werden.

Getränke ohne Zucker gruppieren

Eltern suchen gezielt nach Alternativen. Eine eigene Gruppe im Menü erspart das Durchfragen und erhöht die Chance, dass überhaupt bestellt wird.

Grenzen

Wo es nichts ändert

  • An der Ausgabe. Das Essen muss weiterhin jemand bringen oder ausgeben. Wer keine Abholanzeige nutzt, verlagert das Warten nur vom Tresen an den Tisch.
  • Bei sehr kleinen Bons. Bei einem Kaffee für 3 € fällt die Zahlungsgebühr von 1,5 % plus 0,25 € stärker ins Gewicht als bei einer Familienrunde. Die Beispielrechnung zeigt, wie sich das über den Monat verhält.
  • Keine Registrierkasse. Für Barumsätze bleibt deine Kasse mit technischer Sicherheitseinrichtung zuständig.
  • Kein Ersatz für Personal im Gastrobereich. Abräumen, Hochstühle, verschüttete Getränke — daran ändert ein Bestellsystem nichts.
Häufige Fragen

Fragen aus Indoorspielplätzen

Was Betreiber vor der Einführung klären.

Wie unterscheidet sich das von einem Trampolinpark?
Kaum — beide funktionieren nach demselben Muster: Familien halten über Stunden ihren Platz, und die Eltern sind die Gruppe, die bestellt. Der Unterschied ist gradueller Natur. Im Trampolinpark endet eine gebuchte Sprungzeit, wodurch der Andrang geballter kommt. Auf dem Indoorspielplatz verteilt sich der Aufenthalt gleichmäßiger, und die Kinder sind jünger — die Aufsicht wiegt dadurch schwerer. Was auf dieser Seite steht, gilt für Trampolinparks weitgehend genauso.
Können Eltern bestellen, ohne ihr Kind aus den Augen zu lassen?
Genau dafür ist der QR-Punkt am Tisch gedacht. Die Bestellung läuft über das eigene Handy, ohne aufzustehen. Bei Kleinkindern im Bällebad oder Kleinkindbereich ist das der entscheidende Punkt — die Aufsicht bleibt bestehen.
Wie ordnen wir Bestellungen zu, wenn Familien den Tisch wechseln?
Die Bestellung wird dem QR-Punkt zugeordnet, an dem sie ausgelöst wurde. Wechselt eine Familie den Tisch, bestellt sie beim nächsten Mal über den neuen Code. Für die Ausgabe empfiehlt sich zusätzlich die Abholanzeige: Dann wird nach Nummer aufgerufen statt an den Tisch gebracht.
Funktioniert das auch bei Selbstbedienung?
Ja, und dort besonders gut. Die Gäste bestellen und bezahlen am Tisch, die Küche produziert, die Abholanzeige ruft auf. Der Weg zur Theke bleibt — aber erst dann, wenn das Essen fertig ist, statt zweimal.
Was ist mit Eltern, die kein Smartphone nutzen wollen?
Die Theke bleibt geöffnet. Ein QR-Bestellsystem ist ein zusätzlicher Weg. Erfahrungsgemäß nutzt ihn ein Teil der Gäste sofort, ein Teil nie — schon der erste Teil nimmt Last aus der Spitze.
Lassen sich Geburtstagspakete abbilden?
Ja, als Bundle mit fester Personenzahl. Das Paket wird vorab gebucht, Nachbestellungen laufen über denselben QR-Punkt und erscheinen in der Küche als dieselbe Gruppe.
Ersetzt das unsere Kasse?
Nein. OrderPark nimmt Bestellungen an und wickelt Online-Zahlungen ab, ist aber keine Registrierkasse mit technischer Sicherheitseinrichtung. Barzahlungen laufen weiter über deine Kasse und werden im Dashboard als offen markiert.
Wie hoch ist der Aufwand für das Personal am Anfang?
Die Karte muss einmal angelegt werden, mit Preisen, Optionen und Allergenen. Danach ändert sich am Ablauf in der Küche wenig: Statt eines Zettels oder Zurufs erscheint die Bestellung auf dem Board. Für den Start reicht erfahrungsgemäß ein ruhiger Vormittag.
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