QR-Bestellsystem für Cafés

Im Café steht meist eine Person an der Maschine, an der Kasse und an der Ausgabe zugleich. Jede aufgenommene Bestellung unterbricht die Zubereitung. Ein QR-Punkt am Tisch nimmt genau diesen Teil heraus — am stärksten dort, wo Wege lang sind: auf der Terrasse und in der Mittagsspitze.

Kurz gefasst
  • Terrassentische bestellen, ohne hereinzukommen
  • Vorbestellung mit Abholzeit für das Mittagsgeschäft
  • Frühstücksoptionen ohne Rückfragen an der Theke
  • Barzahlung bleibt gebührenfrei

79 € netto im Monat, alle Funktionen enthalten. Zu den Preisen

Ausgangslage

Ein Team, drei Aufgaben, gleichzeitig

Anders als im Freizeitbetrieb ist im Café nicht die Entfernung des Gastes das Problem, sondern die Zahl der Rollen, die eine Person gleichzeitig ausfüllt. Wer Milch aufschäumt und dabei eine Bestellung aufnimmt, macht beides langsamer.

Der Effekt ist an der Ausgabe messbar: In der Spitze bestimmt nicht die Maschine den Takt, sondern die Unterbrechungen. Fällt die Bestellannahme weg, arbeitet dieselbe Besetzung spürbar ruhiger — ohne dass jemand schneller arbeiten müsste.

Deshalb ist ein QR-Bestellsystem im Café kein Digitalisierungsprojekt, sondern eine Entlastung an genau einer Stelle. Wo diese Stelle nicht klemmt, bringt es entsprechend wenig.

Drei Situationen

Wo im Café tatsächlich Umsatz liegen bleibt

Nicht durchgehend, sondern an wenigen wiederkehrenden Punkten.

Die Terrasse im Sommer

Zwölf Tische draußen, eine Person drinnen an der Maschine. Wer bestellt, muss hereinkommen oder warten, bis jemand herauskommt.

Ein QR-Punkt je Außentisch. Die Bestellung kommt herein, während das Personal an der Maschine bleibt. Der Weg nach draußen erfolgt einmal — mit dem fertigen Getränk.

Die Mittagsspitze

Zwischen zwölf und halb zwei steht die Schlange bis zur Tür. Wer es eilig hat, sieht die Schlange und geht weiter.

Vorbestellung mit Abholzeit. Gäste bestellen unterwegs, die Küche arbeitet vor, an der Theke wird nur noch übergeben.

Das Frühstücksgeschäft

Ei wie, Brot welches, Beilage dazu — jede Bestellung ist ein Gespräch mit fünf Rückfragen, bei laufender Schlange.

Produktoptionen im Menü. Die Gäste treffen ihre Wahl selbst, die Bestellung kommt vollständig und schriftlich in der Küche an.

Wirtschaftlichkeit

Was kleine Bons bei der Zahlungsgebühr bedeuten

Die Gebühr besteht aus 1,5 % plus 0,25 € je Bestellung. Der feste Anteil wiegt bei niedrigen Beträgen deutlich schwerer — das gehört zur Entscheidung dazu.

BestellungBonhöheGebührAnteil
Kaffee zum Mitnehmen3,50 €0,30 €8,6 %
Kaffee und Kuchen6,80 €0,35 €5,2 %
Frühstück12,50 €0,44 €3,5 %
Terrassenrunde zu zweit24,00 €0,61 €2,5 %

Was daraus folgt

Für das reine Kaffeegeschäft am Tresen lohnt sich die Online-Zahlung selten — dort ist Barzahlung oder die bestehende Kartenzahlung günstiger. OrderPark kostet für diese Bestellungen nichts zusätzlich, weil Bargebühren nicht anfallen.

Sinnvoll wird der QR-Weg ab dem Punkt, an dem eine Bestellung mehrere Positionen umfasst oder ein Weg gespart wird: Terrasse, Frühstück, größere Tische. Genau dort liegt auch der höhere Bon.

Wer die Gebühr nicht tragen will, hinterlegt im Dashboard eine Servicegebühr und gibt sie an die Gäste weiter.

Grenzen

Wo die Theke besser bleibt

  • Die Kuchenvitrine. Kuchen wird mit den Augen gewählt. Ein Foto im Menü ersetzt die Vitrine nicht — für diesen Teil bleibt der Gang zur Theke der bessere Weg.
  • Laufkundschaft mit einem Getränk. Wer im Vorbeigehen einen Espresso mitnimmt, ist am Tresen schneller als mit Scannen und Bezahlen am Handy.
  • Beratung und Empfehlung. Welche Bohne heute in der Mühle ist und was dazu passt, ist ein Gespräch. Für viele Cafés ist genau das der Grund, warum Gäste wiederkommen.
  • Keine Registrierkasse. Barumsätze laufen weiter über deine Kasse mit technischer Sicherheitseinrichtung.

Ein Café, das vor allem von Laufkundschaft und Vitrinenverkauf lebt, gewinnt wenig. Eines mit Terrasse, Frühstückskarte oder Mittagsgeschäft gewinnt an genau diesen Stellen.

Häufige Fragen

Fragen aus Cafés

Was Betreiber vor der Einführung wissen wollen.

Lohnt sich ein QR-Bestellsystem für ein kleines Café?
Es kommt auf die Situation an, nicht auf die Größe. Wenn du eine Terrasse hast, die vom Tresen aus schlecht einsehbar ist, oder eine Mittagsspitze, in der Gäste wegen der Schlange weitergehen, liegt dort messbar Umsatz. Bei zwölf Plätzen im Innenraum mit ständiger Bedienung ist der Gewinn dagegen gering.
Was kostet mich eine Bestellung über 3,50 €?
Bei Online-Zahlung 30 Cent, also rund 8,6 % — das ist bei kleinen Beträgen spürbar, weil die feste Komponente von 0,25 € stärker wiegt als der Prozentsatz. Bar bezahlte Bestellungen kosten keine Transaktionsgebühr. Wer viel Kleinbetragsgeschäft hat, kann eine Servicegebühr hinterlegen oder den QR-Weg gezielt für Tischbestellungen nutzen.
Ersetzt das meine Theke?
Nein, und das ist auch nicht das Ziel. Laufkundschaft bestellt weiterhin am Tresen. Der QR-Weg nimmt die Bestellungen ab, die dich Wege kosten — Terrasse, hintere Ecke, größere Tische — und die Vorbestellungen, die sonst gar nicht stattfinden.
Können Gäste zur Abholung vorbestellen?
Ja. Die Bestellung geht mit dem gewünschten Zeitpunkt in die Küche, die Abholanzeige zeigt, wann sie bereit ist. Gerade im Mittagsgeschäft verlagert das Arbeit aus der Spitze in die ruhigeren Minuten davor.
Wie funktioniert das mit der Kuchenvitrine?
Ehrliche Antwort: nur eingeschränkt. Kuchen wird mit den Augen gewählt, und ein Foto im Menü ersetzt die Vitrine nicht. Für Kuchen bleibt der Gang zur Theke der bessere Weg — für Getränke und Speisen mit klarer Beschreibung funktioniert die Karte dagegen gut.
Brauche ich dafür zusätzliches Personal?
Nein, eher das Gegenteil: Die Bestellannahme fällt weg, die Zubereitung bleibt. In kleinen Teams ist das der eigentliche Gewinn — wer an der Maschine steht, wird nicht mehr alle zwei Minuten zum Kassieren unterbrochen.
Ersetzt OrderPark meine Registrierkasse?
Nein. OrderPark nimmt Bestellungen auf und wickelt Online-Zahlungen ab, ist aber keine Kasse mit technischer Sicherheitseinrichtung. Barumsätze buchst du weiterhin über dein bestehendes Kassensystem.
Wie lange dauert die Einrichtung?
Der zeitaufwendige Teil ist die Karte: Artikel, Preise, Optionen und Allergene einmal sauber anlegen. Bei einer überschaubaren Cafékarte ist das an einem Vormittag zu schaffen. Danach stehen QR-Aufsteller und Küchen-Board innerhalb einer halben Stunde.
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