QR-Bestellsystem für Kletter- und Boulderhallen

In der Kletterhalle kommen dieselben Gäste mehrmals pro Woche und bleiben zwei bis vier Stunden. Der Gastroumsatz entscheidet sich nicht beim Eintritt, sondern danach — wenn die Gruppe hungrig zusammensitzt und die Frage lautet, ob sich das Anstehen noch lohnt.

Kurz gefasst
  • QR-Punkte an Sitzbereichen und Matten
  • Kurze Getränkekarte im Trainingsbereich
  • Vorbestellung zum Kursende gegen die Spitze
  • Kein Konto — wichtig bei mehrmals wöchentlichem Besuch

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Der Rhythmus

Drei Phasen mit sehr unterschiedlichem Umsatz

Anders als bei gebuchten Zeitfenstern gibt der Trainingsverlauf den Takt vor — unregelmäßig, aber über den ganzen Aufenthalt verteilt.

01

Ankommen und Aufwärmen

Umziehen, aufwärmen, erste leichte Routen. Bestellt wird jetzt nichts — aber es ist der Moment, in dem die Gruppe zusammensteht und eine Vorbestellung für später am ehesten zustande kommt.

02

Zwischen den Versuchen

Nach einer schweren Route folgen fünf bis zehn Minuten Pause. Man sitzt auf der Matte, schüttelt die Arme aus, schaut anderen zu. Getränke laufen hier — wenn sie ohne Aufstehen zu bekommen sind.

03

Nach dem Training

Die umsatzstärkste Phase. Die Gruppe sitzt im Gastrobereich, ist hungrig und hat Zeit. Wer jetzt noch anstehen muss, geht stattdessen nach Hause — hier entscheidet sich der Bon des Abends.

Der Unterschied

Hier kommt niemand zum ersten Mal

Was die Kletterhalle von jedem Freizeitbetrieb unterscheidet — und was daraus für die Gastronomie folgt.

Dieselben Gäste, mehrmals pro Woche

Anders als in Freizeitbetrieben kommt hier nicht der Gelegenheitsbesucher, sondern der Abonnent. Er kennt die Karte auswendig und bestellt fast immer dasselbe. Genau deshalb zahlt sich eine gepflegte, schnell bedienbare Karte hier stärker aus als anderswo.

Bestellen ohne den Platz zu räumen

Wer an der Boulderwand seine Matte, Schuhe und Chalkbag liegen hat, gibt den Platz ungern auf — erst recht nicht in einer vollen Halle am Abend. Ein QR-Punkt im Trainingsbereich löst das, ohne dass jemand seine Sachen bewachen muss.

Kurse und Gruppen als eigener Fall

Kindergeburtstage, Firmenevents und Kurse enden zu festen Zeiten — und dann kommen alle gleichzeitig an die Theke. Vorbestellungen mit Abholzeit zum Kursende nehmen genau diese Spitze heraus.

Die Schlüsselstelle

Was nach dem letzten Zug passiert

Zwischen dem Ende des Trainings und dem Verlassen der Halle liegen fünf Minuten, in denen sich der Gastroumsatz entscheidet. Die Gruppe ist erschöpft, hungrig und noch nicht umgezogen. Wer in diesem Moment eine Schlange sieht, geht duschen und dann nach Hause.

Wird stattdessen schon während des Abwärmens bestellt, steht das Essen bereit, wenn die Gruppe sich hinsetzt. Aus dem Abend, der nach dem Klettern endet, wird einer, der noch eine Stunde weitergeht — und das ist der Unterschied zwischen einem Getränk und einer vollen Bestellung.

Für die Halle hat das einen zweiten Effekt: Gäste, die nach dem Training bleiben, sind der Grund, warum sich eine Community bildet. Die Gastronomie ist dabei kein Nebengeschäft, sondern der Ort, an dem das passiert.

Grenzen

Was dagegen spricht

  • Bei reinem Kühlschrankverkauf. Wo es nur Getränke zum Selbstnehmen gibt, ist der Weg zur Theke kurz und das System überflüssig.
  • Chalk und Handys. Direkt an der Wand wird nicht bestellt. QR-Punkte gehören an Sitzbereiche, sonst laufen sie ins Leere.
  • Keine Hallensoftware. Eintritt, Abos und Kursbuchungen bleiben bei euren Systemen — OrderPark kennt eure Mitglieder nicht.
  • Keine Registrierkasse. Barumsätze laufen weiter über eure Kasse mit technischer Sicherheitseinrichtung.
Häufige Fragen

Fragen aus Kletterhallen

Was Betreiber vor der Einführung klären.

Bestellt man beim Klettern überhaupt etwas?
Während des Trainings vor allem Getränke, danach das Essen. Der größte Teil des Gastroumsatzes entsteht nach dem Klettern, wenn die Gruppe zusammensitzt. Der QR-Punkt wirkt an beiden Stellen: Er macht die Getränkebestellung zwischen zwei Versuchen möglich und verhindert, dass nach dem Training wegen der Schlange niemand mehr bestellt.
Was ist mit Magnesia an den Händen?
Ein berechtigter Einwand — das eigene Handy fasst man mit Chalk an den Fingern ungern an. In der Praxis liegt es ohnehin bei der Tasche, nicht an der Wand, und bestellt wird in der Pause. Für den Betrieb ändert das nichts, es verschiebt nur den Ort: QR-Punkte gehören an Sitzbereiche und Matten, nicht an die Wand.
Können wir Trainingsbereich und Gastrobereich trennen?
Ja, über eigene QR-Punkte mit eigenen Karten. Im Trainingsbereich ist oft nur eine kurze Getränkekarte sinnvoll, im Gastrobereich die volle Auswahl. Das hält die Bestellung in der Pause schnell.
Wie funktioniert das mit Abos und Stammgästen?
OrderPark verwaltet keine Mitgliedschaften und kennt eure Abos nicht — das bleibt bei eurer Hallensoftware. Für die Gastronomie zählt, dass Stammgäste keinen Account brauchen: scannen, bestellen, fertig. Gerade bei mehrmals wöchentlichem Besuch wäre jede Hürde eine zu viel.
Lohnt sich das für eine reine Boulderhalle ohne Küche?
Wenn ihr nur Kaltgetränke aus dem Kühlschrank verkauft, ist der Gewinn klein — dann ist der Weg zur Theke kurz und der Vorgang einfach. Sobald es warme Speisen, eine Kaffeemaschine oder eine Theke mit Wartezeit gibt, liegt dort der Engpass.
Was ist mit Alkohol nach dem Klettern?
Technisch möglich mit Altersabfrage im Bestellvorgang; die Verantwortung für die Ausgabe bleibt beim Personal. Wer Bier erst nach dem Training ausgeben will, kann es auf die Karte des Gastrobereichs beschränken und im Trainingsbereich weglassen.
Wie aufwendig ist die Einrichtung?
Der Aufwand liegt in der Karte. Bei der überschaubaren Auswahl einer Kletterhalle ist das an einem Vormittag erledigt. QR-Aufsteller gestaltet ihr im Dashboard selbst; für den Trainingsbereich reichen Aufkleber an den Sitzblöcken.
Ersetzt das unsere Kasse oder Hallensoftware?
Nein. Eintritt, Abos, Kursbuchungen und die Registrierkasse bleiben bei euren Systemen. OrderPark kümmert sich ausschließlich um die Gastronomie.
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