QR-Bestellsystem für Kinos

Im Kino drängt sich der gesamte Gastronomieumsatz in zwei kurze Fenster: vor der Vorstellung und in die Pause. Dazwischen liegen zwei Stunden, in denen niemand aufsteht — und niemand bestellt. Genau diese Zeit lässt sich nutzen, wenn die Bestellung vom Sitzplatz aus möglich ist.

Kurz gefasst
  • QR-Punkt je Saal, Reihe und Platz
  • Bestellung mit Abholzeit zum Pausenbeginn
  • Zustellung an den Platz oder Nummernaufruf im Foyer
  • Pausenspitze wird zur Ausgabe statt zur Aufnahme

79 € netto im Monat, unabhängig von der Zahl der Säle. Zu den Preisen

Der Abend

Zwei Fenster tragen alles, das dritte ist ungenutzt

Die Vorstellung selbst ist der längste Teil des Abends — und gastronomisch der einzige, in dem heute nichts passiert.

Vor der Vorstellung

20–30 Min.

Heute

Alle kommen gleichzeitig. Die Schlange am Tresen ist am längsten, und wer den Trailerblock nicht verpassen will, verzichtet.

Mit QR-Punkt

Vorbestellung mit Abholzeit oder direkter Zustellung an den Platz. Die Küche arbeitet vor, statt in zehn Minuten alles gleichzeitig zu produzieren.

Während der Vorstellung

90–150 Min.

Heute

Kein Umsatz. Niemand steht auf, weil niemand etwas verpassen will — das ist der längste Teil des Abends und gastronomisch tot.

Mit QR-Punkt

Bestellung vom Sitzplatz mit Zustellung. Aus totem Zeitraum wird der ruhigste Bestellzeitraum des Abends.

In der Pause

10–15 Min.

Heute

Der gesamte Saal will gleichzeitig. Wer sich anstellt, verbringt die Pause in der Schlange und ist beim Weiterlauf noch nicht dran.

Mit QR-Punkt

Die Bestellungen sind längst eingegangen und vorbereitet. Die Pause wird zur Ausgabe, nicht zur Aufnahme.

Der Einwand

Handylicht im dunklen Saal

Der erste Gedanke bei Bestellung während der Vorstellung ist berechtigt: Ein aufleuchtendes Display stört die Reihe dahinter. Wer das ignoriert, verkauft ein System, das nach zwei Wochen Beschwerden erzeugt.

Deshalb ist die Antwort keine technische, sondern eine organisatorische. In Premium- und Loungesälen ist die Nutzung von Geräten ohnehin verbreitet, und die Bestuhlung ist so weit auseinander, dass es kaum stört — dort funktioniert Bestellung während des Films.

In klassischen Sälen liegt der Gewinn woanders: in der Zeit vor dem Hauptfilm, wenn Licht an ist und ohnehin geredet wird, und in der Vorbestellung mit Abholzeit zum Pausenbeginn. Beides entschärft die Spitze, ohne dass jemand im Dunkeln das Handy zückt.

Zwei Wege

Zustellen oder abholen lassen

Die Entscheidung hängt an der Besetzung und der Art des Hauses — beide Wege sind mit denselben QR-Punkten möglich.

Zustellung an den Platz

Für Premiumsäle, Loungebestuhlung, kleinere Häuser

Die Bestellung enthält Saal, Reihe und Platz. Das Personal bringt sie während der Vorstellung — leise und mit gedimmtem Licht. Das ist der Ablauf, der den höchsten Bon je Gast bringt und zugleich den meisten Personaleinsatz verlangt.

Abholung mit Nummernaufruf

Für Multiplexe, große Säle, dünne Besetzung

Die Bestellung geht während der Vorstellung ein, die Abholanzeige im Foyer zeigt die fertigen Nummern. Der Gast geht einmal — zu einem Zeitpunkt, den er selbst wählt, statt in der Pausenspitze.

Grenzen

Wo es nicht passt

  • In dunklen Sälen ohne Premiumbestuhlung. Wo Displays stören, bleibt nur die Vorbestellung vor Beginn. Das ist weniger, als die Technik könnte — aber mehr als heute.
  • Bei Zustellung ohne Personal. Service am Platz kostet Wege. Wer die nicht besetzen kann, sollte auf Abholung mit Nummernaufruf setzen.
  • Ohne Pause und ohne Bewirtung. Häuser, die nur vor der Vorstellung verkaufen und keine Pause haben, gewinnen wenig.
  • Kein Ticketsystem, keine Kasse. Kartenverkauf, Saalbelegung und Registrierkasse bleiben bei euren Systemen.
Häufige Fragen

Fragen aus Kinos

Was Betreiber vor der Einführung klären.

Wie funktioniert Bestellung am Sitzplatz im Kino?
Der QR-Code klebt an der Armlehne oder am Sitz und ist eindeutig einem Saal, einer Reihe und einem Platz zugeordnet. Die Bestellung erscheint mit dieser Angabe im Küchen-Board. Je nach Haus wird sie an den Platz gebracht oder im Foyer zur Abholung bereitgestellt.
Stört das Handylicht nicht die anderen Zuschauer?
Doch, und das ist der ernsthafteste Einwand. Deshalb funktioniert die Bestellung während der Vorstellung nur in Häusern, die das ohnehin erlauben — typischerweise Premium- und Loungesäle. In klassischen Sälen liegt der Nutzen in der Vorbestellung vor Beginn und in der Zeit vor dem Hauptfilm, wenn ohnehin Licht an ist.
Können wir Bestellungen auf einen Zeitpunkt legen?
Ja. Gäste wählen eine Abholzeit, etwa zum Pausenbeginn. Die Küche sieht die Bestellungen mit Vorlauf und produziert gestaffelt, statt in zehn Minuten alles gleichzeitig zu schaffen.
Wie ordnen wir Saal, Reihe und Platz zu?
QR-Punkte lassen sich frei benennen — „Saal 3, Reihe F, Platz 12" ist eine gültige Bezeichnung. Bei großen Häusern genügt oft eine gröbere Einteilung nach Reihenblöcken, weil das Personal die letzten Meter ohnehin sieht.
Lohnt sich das bei einem Programmkino mit einem Saal?
Wenn ihr eine Pause mit Ausschank habt, ja — dort konzentriert sich der gesamte Umsatz auf zehn Minuten, und genau die lassen sich entzerren. Ohne Pause und ohne Bewirtung im Saal ist der Gewinn klein.
Was ist mit Popcorn, das frisch sein soll?
Die Abholzeit steuert genau das: Die Bestellung geht früh ein, produziert wird zum gewünschten Zeitpunkt. Das ist besser als die heutige Situation, in der in der Pausenspitze alles gleichzeitig gefordert wird.
Können Gäste im Kino auch bar bezahlen?
Ja. Die Bestellung wird als offen markiert und bei Ausgabe oder Zustellung kassiert. Der Vorteil bleibt, weil die Zubereitung bereits gelaufen ist.
Ersetzt das unser Kassensystem und den Ticketverkauf?
Nein. OrderPark nimmt Gastronomiebestellungen an; Ticketverkauf, Saalbelegung und Registrierkasse bleiben bei euren bestehenden Systemen.
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